Holz hat eine Wärmeleitfähigkeit von nur 0,13 W/(m·K) — damit ist es rund 300-mal besser dämmend als Stahl.

Im Gegensatz zu Kunststoff oder Aluminium ist Holz ein nachwachsender Rohstoff und bindet während seines Wachstums CO₂. Bei ordnungsgemäßer Pflege und Oberflächenbehandlung erreichen Holzfenster Lebensdauern von 40–60 Jahren.

Nachhaltigkeit

Holz aus zertifizierter Forstwirtschaft (FSC, PEFC) hat die beste Ökobilanz aller Fensterrahmenwerkstoffe. Der graue Energieaufwand bei der Herstellung ist deutlich geringer als bei Aluminium oder PVC.

Aufbau

Bild: Schnitt Holzprofil — Platzhalter

Ein Holzfenster besteht aus Blendrahmen (fest im Mauerwerk), Flügelrahmen (beweglich) und der Verglasung. Die Profiltiefe beträgt je nach System 68–92 mm. Für Passivhausfenster werden Tiefen bis 120 mm ausgeführt.

Bauteil Funktion / Ausführung
Blendrahmen Rahmen im Mauerwerk, Holz 68–92 mm tief, gedübelt oder mit Montagewinkeln
Flügelrahmen Beweglicher Rahmen mit Dreh-, Kipp- oder Dreh-Kipp-Funktion
Glasfalz Aufnahme der Verglasung, abgedichtet mit Glasleiste und Glasfalzdichtung
Umlaufdichtung EPDM-Mitteldichtung zwischen Flügel und Blendrahmen
Beschlag Dreh-Kipp-Beschlag, Edelstahl oder galvanisiert, Sicherheitsstufen RC1–RC3
Oberflächenschutz Lackierung oder Lasur, 3-seitige Grundierung im Werk, Anstrich alle 8–12 Jahre

Technik & Kennwerte

Bild: Holzfenster Detailschnitt — Platzhalter

Uf-Wert (Rahmendämmwert)

Der Wärmedurchgangskoeffizient des Rahmens (Uf) liegt bei Holzprofilen je nach Holzart und Profiltiefe zwischen 1,0 und 1,6 W/(m²·K). Massivholz-Rahmen mit 92 mm Tiefe erreichen Uf-Werte um 1,1 W/(m²·K).

Holzarten und ihre Eigenschaften

Holzart Rohwichte Dauerhaftigkeit Bemerkung
Kiefer / Fichte 470–530 kg/m³ Klasse 3–4 Standard, gut bearbeitbar, regelmäßige Pflege nötig
Meranti (Red Lauan) 530–710 kg/m³ Klasse 2–3 Tropisches Hartholz, breiter Einsatz, FSC erhältlich
Lärche 550–600 kg/m³ Klasse 3 Witterungsbeständiger als Fichte, natürliche Harze
Eiche 670–750 kg/m³ Klasse 2 Sehr dauerhaft, schwer, hochwertig
Accoya® (acetyliertes Holz) ca. 400 kg/m³ Klasse 1 Modifiziertes Holz, extrem dimensionsstabil, 50 Jahre Garantie

Pflege und Wartung

Die Lebensdauer eines Holzfensters hängt maßgeblich von der Oberflächenpflege ab. Die Anstrichintervalle richten sich nach Himmelsrichtung (Südseite: kürzer) und Bewitterungsgrad. Mindestens alle 8–12 Jahre sollte der Außenanstrich erneuert werden.

Wichtig

Beschädigter oder fehlender Außenanstrich führt zur Feuchtigkeitsaufnahme. Holzfenster quellen, die Funktion der Beschläge und Dichtungen leidet. Regelmäßige Sichtprüfung ist Pflicht.


EN 14351-1
Fenster und Türen — Produktnorm

Leistungseigenschaften für Fenster und Außentüren: Widerstandsfähigkeit gegen Windlast, Luftdurchlässigkeit, Schlagregendichtheit.

DIN 68121
Holzprofile für Fenster

Anforderungen an Holzprofile: Querschnittsmaße, Qualitätsklassen, Feuchtegehalt, Keilzinkenverbindungen.

DIN EN 14220
Holz und holzbasierte Werkstoffe in Außenfenstern

Anforderungen, Prüfungen, Leistungsmerkmale für Holz und Holzwerkstoffe in Außenfenstern und -türen.