Die fünf Materialien im Vergleich
Die Wahl des Rahmenmaterials bestimmt Optik, Energieeffizienz, Pflegeaufwand und Kosten der Haustür. Alle fünf Systeme sind im GEG-Neubau zulässig — wenn die Ud-Anforderung (≤ 1,8 W/(m²·K)) eingehalten wird.
| Material | Ud-Wert | Einbruch | Pflege außen | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|---|---|---|
| Holz | 1,0–2,5 | RC 2 | alle 3–5 J. | Natur, Wärme, Optik | Pflege nötig, quillen möglich |
| Holz-Alu | 0,7–1,0 | RC 2–3 | keine | Top-Dämmung, wartungsfrei außen | Preis, Gewicht |
| Aluminium | 0,8–1,5 | RC 2–4 | keine | Formfreiheit, Großformat, Farbe | kühle Haptik innen |
| Kunststoff (PVC) | 1,0–1,5 | RC 2 | keine | Preis, wartungsfrei | Dunkle Farben Südseite |
| Kunststoff-Alu | 1,0–1,3 | RC 2 | keine | Farbfreiheit außen, günstig | Kein Holz-Gefühl |
Einbruchschutz (RC-Klassen)
Die Widerstandsklasse (Resistance Class, RC) nach DIN EN 1627 definiert den Schutz vor Einbruch. Für Haustüren im Wohnungsbau ist mindestens RC 2 empfohlen — viele Versicherungen fordern dies für optimale Prämien.
| RC-Klasse | Schutz gegen | Prüfzeit | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| RC 1 | Körperkraft (Schulter, Fuß) | 3 Minuten | Minimalschutz, Nebeneingänge |
| RC 2 | Hebelwerkzeug (Schraubenzieher, Keil) | 3 Minuten | Standard Wohnungsbau, Versicherungsempfehlung |
| RC 3 | Erfahrener Einbrecher mit Hebelwerkzeug | 5 Minuten | Erhöhtes Risiko, Alleinlage, Wertsachen |
| RC 4 | Bohrmaschine, Säge, Stemmarbeiten | 10 Minuten | Gewerblich, Bank, hoher Sachwert |
| RC 5–6 | Sprengstoffe, Schusswaffen | 15–20 Min. | Hochsicherheit, öffentliche Gebäude |
RC 2 erfordert: zugelassenes Schloss (DIN 18251 Klasse 3), Mehrpunktverriegelung, Sicherheitsbeschlag mit Kernziehschutz, stabiles Türblatt und Zarge, ggf. VSG im Glasausschnitt.
Energieeffizienz und GEG
Für Haustüren im Neubau gilt nach GEG 2024: UD ≤ 1,8 W/(m²·K). Für KfW-Effizienzhaus-55 und -40 sind niedrigere Werte erforderlich — typisch 0,8–1,2 W/(m²·K). Der Ud-Wert bezieht sich auf das gesamte Türelement inklusive Verglasung.
Ebenso wichtig wie das Türblatt ist die Anschlusszarge: Eine schlecht gedämmte Stahlzarge bildet eine massive Wärmebrücke, die den Gesamtkennwert des Bauteils erheblich verschlechtert. Immer gedämmte Zargen oder PVC/Holz-Zargen einsetzen.
Barrierefreiheit
Barrierefreie Haustüren nach DIN 18040-1 erfordern eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 90 cm (empfohlen 100 cm), eine Schwelle von maximal 2 cm Höhe (besser: schwellenlos) und beidseitige Bewegungsflächen von mindestens 150 × 150 cm.
| Anforderung | Maß | Norm |
|---|---|---|
| Lichte Breite (Mindest) | ≥ 90 cm | DIN 18040-1 |
| Lichte Breite (empfohlen) | ≥ 100 cm | DIN 18040-1 |
| Schwellenhöhe max. | ≤ 2 cm | DIN 18040-1 |
| Türdrücker Höhe | 85–105 cm | DIN 18040-1 |
| Bewegungsfläche | 150 × 150 cm | DIN 18040-1 |
| Griffkraft max. | ≤ 25 N | DIN 18040-1 |
Die absenkbare Bodendichtung ermöglicht eine schwellenlose Haustür bei gleichzeitig guter Luftdichtheit. Sie senkt sich beim Schließen automatisch ab und hebt sich beim Öffnen — Standardausstattung bei RC-2-Türen.
Wichtige Normen für die Haustür
Prüfverfahren und Anforderungen für einbruchhemmende Türen. Jede RC-Klasse definiert Widerstandszeit und Angriffsmittel.
Leistungsmerkmale: Luftdurchlässigkeit, Schlagregendichtheit, Windlast, Wärmedurchgang, Schalldämmung.
Maße und Anforderungen für barrierefreie Türen. Gilt auch für Haustüren in öffentlich zugänglichen Bereichen.
UD ≤ 1,8 W/(m²·K) für Außentüren im Neubau. KfW-40: typisch ≤ 1,0 W/(m²·K).