Beschreibung
Der Rollladenkasten nimmt die aufgerollten Rollladenpanzer und die Antriebswelle auf. Er sitzt oberhalb des Fensters und ist — wenn nicht sorgfältig geplant und ausgeführt — eine erhebliche Schwachstelle in der Gebäudehülle: Wärmebrücke, Kälteeinfall und Luftundichtigkeit.
| Kastentyp | Position | Vor/Nachteile |
|---|---|---|
| Aufsatzkasten | Auf der Rohdecke, vor dem Fenster | Standard im Neubau; gute Dämmmöglichkeit; Revisionsöffnung innen |
| Einbaukasten (integriert) | In der Rohdecke versenkt | Schlanke Ansicht; schwieriger zu dämmen; ältere Bauweise |
| Vorbaukasten | Vor der fertigen Fassade | Nachrüstung, Sanierung; kein Eingriff in Rohbau; sichtbar |
| Unterputzkasten | Unter dem Putz versenkt | Unsichtbar; kaum mehr aktuell; Dämmproblem |
Aufbau und Dämmung
Ein gut gedämmter Rollladenkasten hat auf allen Seiten mindestens 40–60 mm Wärmedämmung (EPS, Mineralwolle oder PIR). Besonders kritisch ist die Unterseite (zum Fenster hin) und die Rückseite (zum Innenraum). Die Revisionsöffnung auf der Innenseite muss mit einer dichtenden Klappe versehen werden.
Luftdichtheit
Der Rollladenpanzer hängt in einem Schacht, der nach außen (Führungsschienen) und nach innen (Revisionsöffnung) angebunden ist. Ohne Luftdichtung entstehen erhebliche Zugluftprobleme. Moderne Systeme haben Bürstendichtungen an den Führungsschienen und schließende Innenklappen.
Ungedämmte oder schlecht gedämmte Rollladenkästen können den Uw-Wert eines Passivhaus-Fensters auf das Niveau eines Standard-Fensters verschlechtern. Immer Kastentyp und Dämmung in der Energiebilanz berücksichtigen.