Beschreibung

Bild: Lochfassade Wohngebäude — Platzhalter

Die Lochfassade ist die häufigste Fassadenform im Wohnungsbau: Eine massive, gedämmte Außenwand (Mauerwerk, Beton, Holzrahmen) mit einzeln ausgestanzten Fenster- und Türöffnungen. Das Fenster wird in die Öffnung eingebaut — der Anschluss zwischen Rahmen und Rohbau ist die entscheidende Schnittstelle.

Einbauposition

Die Position des Fensters in der Laibung bestimmt Wärmebrücken, Sturz- und Sohlbankdetail. Faustregeln: Fenster in die Dämmebene einbauen, Überlappung ≥ 2/3 der Dämmschichtdicke.

Anschlussdetails

Bild: Fensteranschluss Laibung Schnitt — Platzhalter
AnschlussAnforderung / Ausführung
Sturz (oben)Sturzdämmung, kein Wärmebrücken-Stahl ohne Dämmung
Laibung (seitlich)Dämmlaibung oder Anputzwinkel + Anputzprofil
Sohlbank (unten)Gefälleblech, Tropfkante, Kompriband-Abdichtung
Außen (wind-/schlagregendicht)Kompriband oder Vorlegeband — diffusionsoffen
Innen (luftdicht)PE-Folie, Dampfsperrfolie oder Fensteranschlussfolie

Einbau nach RAL-Leitfaden

Bild: RAL-Einbau Schichten — Platzhalter

Der RAL-Leitfaden Fenster und Außentüren definiert den anerkannten Stand der Technik für den Fenstereinbau: drei Funktionsebenen — außen schlagregendicht und diffusionsoffen, Mitte wärmegedämmt, innen luftdicht und dampfbremsend. Dieses Prinzip gilt unabhängig vom Rahmenwerkstoff.

Dreischichtiger Anschluss (innen dichter als außen)

Außen: Kompriband oder PU-Schaum mit diffusionsoffener Abdeckung — lässt Dampf entweichen. Mitte: Dämmung (PU-Schaum, Glaswolle, PIR). Innen: Folienanschluss luftdicht und dampfbremsend — verhindert Tauwasserausfall in der Konstruktion.

Häufiger Fehler

Nur innen verspachteln und außen verputzen — ohne Folie und Kompriband. Ergebnis: Undichtigkeit, Schimmel, Wärmebrücke. Der RAL-konforme Einbau ist auch bei der Gewährleistung relevant.