Beschreibung

Bild: VHF und WDVS Vergleich — Platzhalter

Es gibt zwei grundlegend verschiedene Systeme zur Fassadendämmung und -verkleidung: die Vorgehängte Hinterlüftete Fassade (VHF) und das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS). Beide verfolgen dasselbe Ziel — Wärmeverluste reduzieren und die Fassade gestalten — unterscheiden sich jedoch grundlegend in Aufbau, Physik und Einsatzbereich.

MerkmalVHF (hinterlüftet)WDVS (Verbundsystem)
AufbauDämmung + Hinterlüftungsebene + VerkleidungDämmplatte direkt auf Putzträger, Putz außen
HinterlüftungJa — Feuchte kann entweichenNein — monolithischer Verbund
VerkleidungStein, Faserzement, HPL, Alu, KeramikEdelputz, Silikatputz, Kunstharzputz
WärmebrückenKonsolen/Unterkonstruktion — berechenbarDübel durch Dämmung — gering
SanierungGut — alles demontierbarSchwer rückbaubar
BrandschutzHinterlüftungsebene kritischUnkritisch bei zugelassenen Systemen

Aufbau VHF

Bild: VHF Schichtaufbau — Platzhalter

Von innen nach außen: Tragwand → Mineralwolle-/PIR-Dämmung (klemmbefestigt) → Hinterlüftungsebene (min. 20 mm) → Verkleidungsbefestigung (Alu-Unterkonstruktion) → Außenbekleidung.

Aufbau WDVS

Bild: WDVS Schichtaufbau — Platzhalter

Von innen nach außen: Tragwand → Klebemortel → Dämmplatte (EPS, Mineralwolle) → Armierungsschicht (Glasgittergewebe) → Grundputz → Oberputz/Farbe. Alle Schichten sind fest verbunden — kein Luftspalt.

Fenstermontage

Bei WDVS muss das Fenster in der Dämmebene (Laibung) montiert werden — sonst entsteht eine Wärmebrücke. Beim VHF ist die Fensterposition flexibler, da die Dämmebene dahinter liegt.